Uhr -

Werder-Idol über 6:0 gegen den HSV: „Aus dem Stadion geschossen“

Vierzehn Spiele hat Tim Borowski in seiner Karriere gegen den Hamburger SV bestritten, zwölf davon für Werder Bremen, zwei für die Bayern. Seine Bilanz ist vorzeigbar: sieben Siege, drei Remis, vier Niederlagen. „Ich habe gerne Nordderbys gespielt. Dass wir häufig gewonnen haben, ist mir noch stark in Erinnerung“, sagte er im „Werder-Podcast“ vor der Neuauflage des Duells am Sonntag im Volkspark (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de). Er freue sich, dass die Nordderbys wieder stattfinden. „Es wurde Zeit, weil das sind mit die schönsten Spiele der Saison. Man merkt, dass die Tage, die Woche vor dem Nordderby in der Stadt etwas passiert. Es knistert förmlich.“

Eine eigene Partie gegen den HSV ist dem heute 45-Jährigen besonders in Erinnerung geblieben: das Bremer 6:0 im Jahr 2004 auf dem Weg zur bis heute letzten Werder-Meisterschaft. Für den SVW standen damals Spieler wie Valerien Ismael, Johann Micoud und Ailton, für den HSV Profis wie Tomas Ujfalusi, Mehdi Mahdavikia und Sergej Barbarez auf dem Platz. Beim „Kicker“ erhielten – ironischerweise passend zum Ergebnis – sechs Hamburger die Note sechs.

Das Spiel am 31. Spieltag sei ein Moment gewesen, in dem Bremen als Tabellenführer „noch hätte Luft ranlassen können“, sagte Borowski – also den Verfolgern einen Gefallen hätte tun können. Das geschah nicht. „Wir waren überzeugt, hatten Selbstvertrauen und die nötige Leichtigkeit, ohne nachlässig zu werden.“ Auch wenn nicht alle Hamburger Stammkräfte dabei gewesen seien: „Wir haben die einfach dominiert und – platt gesagt – aus dem Stadion geschossen. Und auch in der Höhe verdient gewonnen. Das bleibt definitiv in Erinnerung.“ Für ihn sei dies „eines der Top-fünf-Spiele überhaupt“.