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Hätte das HSV-Tor nicht zählen dürfen? Das sagt Ex-Schiri Gräfe

Viele Schiedsrichter sagen: Ein gutes Spiel war es dann, wenn nach Abpfiff nicht über die Leistung des Unparteiischen gesprochen wird. Folgt man dieser Auffassung, erlebte Robin Braun beim 1:1 zwischen Mainz 05 und dem HSV einen vollkommen gebrauchten Abend – denn nach dem Spiel ging es nahezu ausschließlich um die Entscheidungen des 30-Jährigen. Eine davon: Nach Auffassung der Gastgeber war der Ausgleichstreffer des HSV durch Fábio Vieira irregulär, weil sich Nicolai Remberg bei der Ausführung des Freistoßes zu nah an der Mainzer Mauer befunden hatte. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe kann den Ärger der Nullfünfer verstehen. Der 52-Jährige, der schon bei der Entscheidung, die Mainzer Silas und Dominik Kohr nicht mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen, nicht mit Brauns Linie d‘accord war, ist auch in diesem Fall nicht auf der Seite des Referees: „Wenn eine Mauer mit drei Mann oder mehr gebildet wird, muss der Angreifer mindestens einen Meter Abstand halten. Ist das nicht der Fall, gibt es indirekten Freistoß für die Abwehr“, erklärte Gräfe der „Bild“. Die Verantwortung sieht der ehemalige Top-Schiedsrichter in diesem Fall jedoch bei Video-Assistent Justus Zorn: „Es ist so krass und auch klar und eindeutig, dass der VAR bei so einer Torerzielung eingreifen muss.“