Die U21 des HSV hat in Barsinghausen die Tabellenführung in der Regionalliga Nord zurückerobert – zumindest für gut 24 Stunden. Beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder gewann die Mannschaft von Trainer Steffen Weiß mit 5:2 (2:1). Es war der erste Dreier für die „Rothöschen“ nach fünf sieglosen Spielen in Folge. Christian Stark (14.) und Mohamed Gouaida (18.) hatten in der ersten Halbzeit, in der Henrik Weydandt (33.) für Egestorf verkürzen konnte, den Grundstein für den Erfolg gelegt. Nach der Pause bereitete Stark zunächst das 3:1 durch Frank Ronstadt (59.) vor. Fabian Gmeiner erhöhte nach einem Konter auf 4:1 (71.). Acht Minuten später erzielte Regionalliga-Top-Knipser Törles Knöll sein 18. Saisontor zum 5:1. Marco Schikora (86.) betrieb nur noch Ergebniskosmetik für die Gastgeber, die in der Regionalliga auf dem siebten Platz stehen. Der HSV führt die Tabelle mit 57 Punkten aus 29 Spielen nun wieder an. Weiche Flensburg hat zwei Zähler weniger auf dem Konto, allerdings drei Partien weniger absolviert. Am Donnerstag empfängt Weiche um 18.15 Uhr den Tabellenvierten VfB Lübeck zum Top-Spiel, könnte also mit einem Sieg wieder am HSV vorbeiziehen.

Einmal kollektives Durchatmen, bitte! Der HSV gewinnt beim Letzten Hannover 96 mit 3:0 (0:0) und macht einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Jetzt sind es sieben Punkte Vorsprung auf die Plätze 16 und 17. Cléber, Ivo Ilicevic und Nicolai Müller waren die Torschützen, Sven Schipplock (2) und Aaron Hunt die Vorbereiter. Die 6000 mitgereisten Hamburger Fans singen: „Immer erste Liga, HSV!“

HANOVER, GERMANY - APRIL 02:  Cleber Reis of Hamburg celebrates scoring his goal during the Bundesliga match between Hannover 96 and Hamburger SV at HDI-Arena on April 2, 2016 in Hanover, Germany.  (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Drei HSV-Helden jubeln in Hannover: Ivo Ilicevic, Cléber und Sven Schipplock (v.l.)

Lewis Holtby war sichtlich gut gelaunt nach dem Spiel: „Ingolstadt hat zuvor gute Ergebnisse abgeliefert, aber davon wollten wir uns nicht blenden lassen, sondern unser eigenes Spiel durchziehen. Wir wollten kompakt stehen und auf unsere Chance lauern. Dabei haben wir das wie in den letzten Spiel ganz ordentlich gemacht. Im Notfall muss man sich dann auch mal mit einem späten Freistoß von dem Ösi belohnen.“

Das sagt der Matchwinner Michael Gregoritsch zu seinem ersten Bundesliga-Tor: „Die Mannschaft sieht nach dem Training ja, dass ich das oft trainiere. Aaron Hunt hat mir dann den Ball gegeben – was auch nicht selbstverständlich ist, dass ein so erfahrener Spieler das tut. Großes Lob an ihn! Dann hatte ich natürlich auch wenig Glück. Der Ball war nass, der Kopf des Ingolstädters, der ihn berührt hat, auch. Und dann war er drin. Ein wirklich fantastisches Gefühl. Von so einem Freistoß habe ich schon immer geträumt. Beim HSV war Hakan Calhanoglu ja der Letzte, der diese Flatterbälle konnte. Da habe ich mir ein bisschen was abgeschaut. Ich bin froh, dass die Jungs mir so vertraut haben. Für mein erstes Tor muss ich nun aber sicher Einen ausgeben.“

Ingolstadt - Hamburg

Foto: Witters