Der 2:1-Sieg im 1866. und vorest letzten Bundesliga-Spiel gegen Gladbach war für den HSV nicht genug. Da Wolfsburg parallel gegen Köln mit 4:1 gewonnen hat, steigt der ehemalige Dino als Tabellen-17. ab und spielt in der kommenden Saison erstmals in der 2. Liga. Schwer zu fassen, nicht zu glauben, aber leider wahr. Die MOPO wünscht allen HSV-Fans viel Kraft in diesem Moment! Denkt dran: Dieser Verein lebt und das haben heute sowohl die Mannschaft als auch die überragenden Fans mal wieder gezeigt. Also: Nur der HSV! Auf den Wiederaufstieg 2019!

PS: Die Krawallmacher auf der Nordtribüne, die mit erschütterndem Verhalten kurz vor dem Ende für eine lange Spielunterbrechung gesorgt haben, sind eine Schande für den HSV! Der Rest des Stadions sang entschlossen: „Wir sind Hamburger und ihr nicht!“ Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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Eigentlich ist nach dem Punktgewinn gegen Schalke die HSV-Welt einigermaßen in Ordnung. Der Klub hat den Klassenerhalt in der eigenen Hand, kann sich am 34. Spieltag mit einem Sieg gegen Wolfsburg sogar noch vor der Relegation retten. Doch die Szenen, die sich während und nach der Partie rund um die Fans des Klubs abspielten, trüben die gute Stimmung. Laut Polizeiangaben versuchten Teile der Schalke- und Hamburg-Anhänger die Bereiche der jeweils anderen Fanlager zu stürmen. Kurz vor Spielende kam es zu Prügeleien auf der Südtribüne in den Blöcken V, W und S1. Die Polizei wurde bei dem Versuch, die Attacken zu unterbinden, von HSV-Anhängern angegriffen. Pfefferspray wurde eingesetzt. Auch außerhalb des Stadions kam es zu weiteren Auseinandersetzungen. Am Hauptbahnhof trafen Fangruppen erneut aufeinander. Zwei HSV-Anhänger wurden dabei ins Krankenhaus geprügelt. Drei Polizisten wurden verletzt. Einer der Schalke-Hools wurde festgenommen.

Vor dem Anpfiff des Nordderbys hat die Polizei am Bahnhof Ellerau (Kreis Segeberg) über 200 mutmaßlich gewaltbereite Werder-Anhänger gestoppt. Die Fans hätten sich dort gesammelt, um mit einem Zug zum Spiel nach Hamburg zu fahren, teilte die Polizei mit. In einem Triebwagen sei es zu Sachbeschädigungen gekommen. Unter anderem seien die Überwachungskameras überklebt worden. Der Zugführer setzte den Angaben zufolge seine Fahrt nicht fort. Die Polizei habe dann die teilweise offensichtlich gewaltbereiten Fußballfans durchsucht und die Ausweise kontrolliert, hieß es. Es wurden laut Polizei unter anderem Böller und Sturmhauben sichergestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden insgesamt 239 Fans mit Bussen wieder in Richtung Bremen geschickt.