Seit zehn Spielen ist der HSV ohne Sieg, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt schon sechs Punkte. Und nur noch elf Spiele sind zu absolvieren. Kein Wunder, dass auch Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen so langsam der Mut verlässt. „Natürlich ist uns die Tabellensituation bewusst, es bleibt keine Alternative als an dem Restglauben festzuhalten. Die nächsten beiden Spiele sind gegen direkte Konkurrenten – wir müssen Punkten“, sagte er im Hinblick auf die folgenden Duelle mit Werder Bremen und Mainz 05.

Sechs Punkte beträgt der Rückstand des HSV auf den rettenden 15. Platz. Wie es derzeit aussieht, geht es für den Liga-Dino einmal mehr darum, zumindest die Relegation zu erreichen. Auf Rang 16 steht der FSV Mainz 05 mit drei Zählern Vorsprung. Heute hoffen die Hamburger auf Schützenhilfe von Hertha BSC, die Berliner empfangen Mainz um 20.30 Uhr.

Beim HSV wurde er in der Jugend ausgebildet, kam aber nie für die Profis zum Einsatz. In der Bundesliga spielte Levin Öztunali für Leverkusen, Bremen und aktuell in Mainz. Doch dort steht der Enkel von HSV-Legende Uwe Seeler vor dem Absprung, mehrere Klubs aus dem In- und Ausland sollen an einer Verpflichtung des 21-jährigen Rechtsaußen interessiert sein. Der HSV gehört allerdings nicht dazu.

Der frühere HSV-Profi Nigel de Jong soll Mainz 05 zum Klassenerhalt führen. Nach seinem Debüt im Test gegen Gladbach (0:3) wehrte sich der 33-Jährige gegen den Vorwurf, ein Auslaufmodell zu sein. „Das Alter hat nichts zu sagen, ich habe alle Tests ge­macht, bin 100-pro­zen­tig fit. Und ich bin noch lange nicht fer­tig!“ Zuletzt bei Galatasaray Istanbul war er aus dem Kader gestrichen worden. Warum? „Das hatte nichts mit Fuß­ball zu tun!“ Er hatte sich mit dem in­zwi­schen ge­feu­er­ten Trai­ner Igor Tudor überworfen. De Jong: „Manch­mal trage ich mein Herz auf der Zunge, das passt nicht jedem.“

Der frühere Hamburger Keeper René Adler hat sich im DFB-Pokalspiel gegen Holstein Kiel (3:2) eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und droht Mainz 05 für längere Zeit nicht zur Verfügung zu stehen. Von der Verletzung seien auch Sehnen betroffen, teilte der Verein nach einer Untersuchung des 32-Jährigen in der Uniklinik Mainz mit. Weitere Untersuchungen in den kommenden Tagen sollen Aufschluss darüber bringen, wie lange Adler genau ausfällt und welche Behandlungsmethoden zur Anwendung kommen. Der im Sommer vom HSV gekommene Torwart hatte die Verletzung ohne gegnerische Einwirkung erlitten.

In der Länderspielpause wird weiterhin fleißig im Volkspark trainiert. Besonders die Torhüter werden richtig durch die Mangel genommen. Christian Mathenia freut sich darüber. „Ich finde, dass man in einer Länderspielpause nochmal mehr draufpacken kann. Während des regulären Spielbetriebs muss man natürlich darauf achten, dass man am Wochenende nicht platt im Tor steht“, sagte er auf der Klubseite des HSV und sprach zudem über seine Rückkehr in seine Heimatstadt Mainz am kommenden Spieltag: „Das ist ein sehr besonderes Spiel für mich. Sehr viele Freunde von mir und meine komplette Familie werden da sein. Wir wollen aber letztendlich drei Punkte entführen.“

Dass es dann auch noch gegen seinen Ex-Kollegen René Adler geht, ist für Mathenia ein besonderes Highlight: „Ich habe mich gut mit ihm verstanden und da ist es auch normal, ab und zu eine SMS zu senden. Wenn ich dann mal wieder zuhause bin, werden wir uns mal auf einen Kaffee treffen.“  Dass es mit dem HSV auch punktetechnisch bald wieder bergauf geht, davon ist die Nummer eins des HSV überzeugt: „Ich glaube, die letzte Saison hat uns allen gezeigt, dass es nur geschlossen als Team funktioniert. So müssen wir es weiter angehen und dann werden wir auch wieder gemeinsam Tore schießen und punkten.“

Nach fünf Jahren verlässt René Adler den HSV. Doch dem Torwart bietet sich die Möglichkeit, in der Bundesliga zu bleiben: Wie der „Kicker“ berichtet, hat Mainz 05 großes Interesse an einer Verpflichtung des 32-jährigen Keepers und auch schon Kontakt aufgenommen. Derzeit ist Adler, der nach Ablauf seines Vertrags in Hamburg ablösefrei wechselt, in den Flitterwochen in Rom.

Das war ein kurzes Gastspiel. Mitte Oktober heuerte Maxi Beister auf Leihbasis bei Melbourne Victory an – nun löste er seinen Vertrag auf und kehrt aus privaten Gründen nach Deutschland zurück. „Ich bedanke mich für die wundervolle Erfahrung, bei diesem Klub und in Australien spielen zu dürfen“, ließ der 26-Jährige wissen. „Unglücklicherweise sind einige Dinge im Leben größer als Fußball und das Beste für mich ist, nach Deutschland zurückzukehren.“ Beister bestritt für Melbourne neun Pflichtspiele und erzielte ein Tor. Er besitzt weiterhin einen gültigen Vertrag bei Mainz 05. melbourne-victory-forward-max-beister_128ubdr3ypz8q1k9m8sczmr74m

Fußball wird neben all den Irrungen und Wirrungen beim HSV auch noch gespielt. Heute greifen auch die Profis wieder an und kommen um 15 Uhr zur Einheit auf das Trainingsgelände im Volkspark. Damit startet die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Sonnabend bei Mainz 05.

So in etwa hat er sich das vorgestellt. Maxi Beister, der ein halbes Jahr von Mainz 05 an Melbourne Victory verliehen wurde, traf heute direkt bei seiner Premiere in Australien! Nach 73 Minuten wurde er gegen die Sydney Wanderers eingewechselt, fünf Minuten vor dem Ende erzielte er den 3:0-Endstand. Ein Auftakt nach Maß.