In der Länderspielpause wird weiterhin fleißig im Volkspark trainiert. Besonders die Torhüter werden richtig durch die Mangel genommen. Christian Mathenia freut sich darüber. „Ich finde, dass man in einer Länderspielpause nochmal mehr draufpacken kann. Während des regulären Spielbetriebs muss man natürlich darauf achten, dass man am Wochenende nicht platt im Tor steht“, sagte er auf der Klubseite des HSV und sprach zudem über seine Rückkehr in seine Heimatstadt Mainz am kommenden Spieltag: „Das ist ein sehr besonderes Spiel für mich. Sehr viele Freunde von mir und meine komplette Familie werden da sein. Wir wollen aber letztendlich drei Punkte entführen.“

Dass es dann auch noch gegen seinen Ex-Kollegen René Adler geht, ist für Mathenia ein besonderes Highlight: „Ich habe mich gut mit ihm verstanden und da ist es auch normal, ab und zu eine SMS zu senden. Wenn ich dann mal wieder zuhause bin, werden wir uns mal auf einen Kaffee treffen.“  Dass es mit dem HSV auch punktetechnisch bald wieder bergauf geht, davon ist die Nummer eins des HSV überzeugt: „Ich glaube, die letzte Saison hat uns allen gezeigt, dass es nur geschlossen als Team funktioniert. So müssen wir es weiter angehen und dann werden wir auch wieder gemeinsam Tore schießen und punkten.“

Nach fünf Jahren verlässt René Adler den HSV. Doch dem Torwart bietet sich die Möglichkeit, in der Bundesliga zu bleiben: Wie der „Kicker“ berichtet, hat Mainz 05 großes Interesse an einer Verpflichtung des 32-jährigen Keepers und auch schon Kontakt aufgenommen. Derzeit ist Adler, der nach Ablauf seines Vertrags in Hamburg ablösefrei wechselt, in den Flitterwochen in Rom.

Das war ein kurzes Gastspiel. Mitte Oktober heuerte Maxi Beister auf Leihbasis bei Melbourne Victory an – nun löste er seinen Vertrag auf und kehrt aus privaten Gründen nach Deutschland zurück. „Ich bedanke mich für die wundervolle Erfahrung, bei diesem Klub und in Australien spielen zu dürfen“, ließ der 26-Jährige wissen. „Unglücklicherweise sind einige Dinge im Leben größer als Fußball und das Beste für mich ist, nach Deutschland zurückzukehren.“ Beister bestritt für Melbourne neun Pflichtspiele und erzielte ein Tor. Er besitzt weiterhin einen gültigen Vertrag bei Mainz 05. melbourne-victory-forward-max-beister_128ubdr3ypz8q1k9m8sczmr74m

Fußball wird neben all den Irrungen und Wirrungen beim HSV auch noch gespielt. Heute greifen auch die Profis wieder an und kommen um 15 Uhr zur Einheit auf das Trainingsgelände im Volkspark. Damit startet die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Sonnabend bei Mainz 05.

So in etwa hat er sich das vorgestellt. Maxi Beister, der ein halbes Jahr von Mainz 05 an Melbourne Victory verliehen wurde, traf heute direkt bei seiner Premiere in Australien! Nach 73 Minuten wurde er gegen die Sydney Wanderers eingewechselt, fünf Minuten vor dem Ende erzielte er den 3:0-Endstand. Ein Auftakt nach Maß.

Sie galten einst als hoffnungsvolle Talente beim HSV, schafften es aber nicht, sich festzubeißen. Im Sommer nun wechselten mit Ahmet Arslan (22), Matti Steinmann (21) und Philipp Müller (21) gleich drei HSV-Talente in die dritte Liga und nehmen dort einen neuen Anlauf. Wie aber schlagen sie sich? Zumindest für Steinmann und Müller hat sich der Wechsel gelohnt. Beide absolvierten für ihre neuen Klubs alle zwölf Saisonspiele, Steinmann (ein Treffer) für die U23 von Mainz 05, Müller (drei Tore) für Wehen Wiesbaden. Allerdings: Tabellarisch liegt Arslan, der beim VfL Osnabrück nicht über eine Jokerrolle hinaus kommt und sechs Mal eingewechselt wurde, vorn! Als Tabellenzweiter darf er vom Zweitligaaufstieg träumen. Müller und Wehen haben als Achter zumindest noch Kontakt zur Spitzengruppe. Steinmann liegt mit Mainz als 19. auf einem Abstiegsplatz.

Immerhin etwas: Nach seiner Roten Karte aus dem Spiel in Dortmund wurde René Adler vom DFB nur für eine Partie gesperrt. Der Ex-Nationalspieler wird dem HSV somit zwar am Freitag gegen Werder Bremen fehlen, ist acht Tage später in der Partie bei Mainz 05 aber wieder einsatzbereit.

Es wird Nacht im Volkspark – zumindest optisch. Die Lichter neben der Arena gehen aus, heißt: Die Profis sind in die Kabine marschiert. Bruno Labbadia scheint sich auf eine erste Elf festgelegt zu haben. Allerdings: Sollte René Adler morgen wieder trainieren können, besitzt er gute Chancen, doch noch zwischen die Pfosten zu rücken.