Christian Heidel, Sportvorstand des FC Schalke 04, hat die Verpflichtung des früheren HSV-Sportchefs Peter Knäbel erklärt. Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Gastspiel am Sonnabend in Hamburg sagte er: „Wir haben lange überlegt, welche Funktion, welchen Titel er bei Schalke 04 bekommt. Er wird als Technischer Direktor für Entwicklung für den Verein und das Nachwuchszentrum arbeiten. Peter ist ein absoluter Experte, er erfüllt den Anspruch, dass wir den Besten finden wollten. Ich kenne ihn, er ist bestens vernetzt, er wird uns helfen, eigene Spieler und auch Trainer auszubilden und zu entwickeln. Er war auch daran beteiligt, den HSV-Campus zu bauen, das ist in diesem Bereich allerhöchstes Niveau. Darüber hinaus versprechen wir uns viel Input für den Profibereich.“ Schon im Oktober vergangenen Jahres, so Heidel, hätte man Einigung erzielt: „Das passt zu 100 Prozent. Was er plant, ist das, was wir brauchen.“

Nach seiner öffentlichen Kritik an Trainer Christian Titz im Anschluss an die Niederlage gegen Hertha BS (1:2) hat sich Kyriakos Papadopoulos nicht nur beim Coach und dem Team entschuldigt, gestern Abend lud er seine Kollegen auch zum Essen in ein griechisches Restaurant ein, wie „Bild“ berichtet. Dabei schwor er sich auf das Duell mit seinem Ex-Klub ein: „Am Sonnabend ist die Vergangenheit total egal. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und wollen unbedingt endlich wieder gewinnen“, sagte der Verteidiger, der den Platz des gesperrten Gideon Jung einnehmen wird.

Nach sechs Siegen in Folge und als Tabellenzweiter tritt der FC Schalke 04 am Sonnabend beim HSV an. Doch Angreifer Breel Embolo warnt schon jetzt davor, das Schlusslicht zu unterschätzen. „Wir wollen dort unbedingt gewinnen und ich werde genauso in das Duell gehen, wie sonst auch immer. Es geht für den HSV ums Überleben, daher erwarte ich einen harten Kampf. Und in einem solchen Spiel darf man keinen Millimeter zurückweichen. Wir werden die nötige Mentalität an den Tag legen und dagegenhalten“, versicherte der Schweizer.

Im gestrigen Training war Albin Ekdal wieder voll dabei, der Schwede wurde dabei von Christian Titz im Abwehr-Zentrum eingesetzt. Was steckt dahinter? „Das lag in erster Linie daran, dass Papadopoulos und van Drongelen nicht trainieren konnten. Ich wollte bei den Übungen einen spielstarken Mann hinten drinhaben, deswegen haben wir das ausprobiert“, erklärte der HSV-Coach, mahnte im Hinblick auf das Spiel gegen Schalke am Sonnabend aber zur Vorsicht: „Albin geht Schritt für Schritt, von Tag zu Tag macht er einen besseren Eindruck. Aber man sieht, dass er Trainingsrückstand hat.“

Der FC Schalke 04, der am Sonnabend im Volkspark zu Gast sein wird, tätigt einen interessanten Transfer: Der ehemalige HSV-Sportchef (2014 bis 2016) und Interimstrainer Peter Knäbel, der durch seine „Rucksack-Affäre“ 2015 in die Schlagzeilen geraten war, wird neuer Chef der Nachwuchsabteilung „Knappenschmiede“. Das berichtet die „Bild“. Knäbel soll noch in dieser Woche auf Schalke anfangen. Der 51-Jährige war zuletzt als externer Berater für den VfB Stuttgart tätig. Er gilt als Experte für Nachwuchsarbeit.

Foto: Witters

Das wird ein verdammt spannender Fußball-Samstag im Volkspark! Die U19 legt vor, die Profis ziehen nach. Zunächst empfangen die HSV-Junioren um 13 Uhr Hertha BSC zum wahrscheinlich entscheidenden Spiel um die Meisterschaft der A-Jugend-Bundesliga Nord. Fünf Partien vorm Saisonende liegt der HSV als Spitzenreiter einen Zähler vor der Hertha, kassierte vor zwei Wochen in Berlin aber ein bitteres 1:5. Gelingt die Revanche? Ab 18.30 Uhr geht es dann im Volkspark weiter mit dem Auftritt der Profis gegen Schalke 04. Schon wieder eine dieser letzten Chancen im Kampf um den Klassenerhalt …

Das Aufgebot an Sicherheitskräften soll für das nächste Heimspiel des HSV noch einmal erhöht werden. Gegen Schalke 04 werden am 7. April (18.30 Uhr) voraussichtlich ähnliche Vorkehrungen getroffen wie beim Sicherheitsspiel gegen den FSV Mainz 05. In den kommenden Tagen will der HSV sich dazu äußern, welche Maßnahmen konkret getroffen werden sollen, um die Sicherheit aller Zuschauer zu gewährleisten.

In seinem neuen Buch kritisiert Ex-HSV-Trainer Huub Stevens seinen früheren Assistenten Markus Gisdol. Zusammen arbeiteten beide bei Schalke 04. Stevens beschreibt Gisdol als Intriganten. „Das finde ich sehr schade“, lautet nun Gisdols Replik. „Es gehören immer zwei Seiten zu einer Medaille. Aus meiner Erinnerung heraus würde ich es anders sehen. Aber ich habe zu viel Respekt vor diesem Mann, als dass ich meinen Teil nun dazu beitragen würde.“