Hamburger Shooting-Star Nmecha: Darum spielte der ManCity-Profi nie für den HSV

In ihm sehen einige Experten die personifizierte Hoffnung auf den ersten deutschen Weltklassestürmer seit Miroslav Klose: Die Rede ist von Lukas Nmecha. Nie gehört? Das könnte sich ändern. U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat den 20-jährigen Mittelstürmer erstmals in seinen Kader berufen. Eine Spielgenehmigung steht allerdings noch aus. Nmecha besitzt nämlich neben der deutschen auch die englische und die nigerianische Staatsbürgerschaft. Bisher kickte er für die Junioren-Teams der „Three Lions“, nun der Wechsel zum DFB. Nmecha wurde in Hamburg geboren. Als er acht Jahre alt war, wanderten seine Eltern nach England aus. Der HSV hatte also nie eine echte Chance, dieses vor der Haustür geborene Talent zu erkennen. Ein Jahr nach der Emigration wurde Manchester City bei einem Schulturnier auf den Jungen aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. Um Spielpraxis zu sammeln, verlieh ManCity ihn für diese Saison an den Zweitligisten Preston North End, wo er in 32 Liga-Spielen ein Tor erzielte und sieben vorbereitete. Für Furore hatte Nmecha schon in der UEFA Youth League gesorgt, wo er in 14 Einsätzen für City acht Tore erzielte.