Toppmöller verrät: Der DFB hat mir regelrecht gedroht!

Als Klaus Toppmöller am Abend des 10. Februar mit Freunden vor dem Fernseher saß und die Pokal-Auslosung in der ARD verfolgte, beschlich ihn eine Vorahnung. „Als Paderborn gezogen wurde, habe ich spontan gesagt: Jetzt kommt Hamburg“, erzählte der frühere HSV-Coach. Allein die Erwähnung dieses Duells weckt bei „Toppi“ schlimme Erinnerung. Denn es war im August 2004 das Pokalspiel, das im Mittelpunkt des Wettskandals stand. „Nun steigt es also wieder“, sagte Toppmöller: „Aber diesmal ohne Robert Hoyzer. Und das ist gut so.“ Mit Grausen erinnert sich der Ex-Trainer daran: „Ich habe schon nach wenigen Minuten gesagt: Das ist doch gesteuert. So etwas spürt man. Ich habe das nie wieder vorher und nie wieder nachher bei einem Spiel gedacht. Aber damals wurde jede Aktion bewusst gegen uns gepfiffen. Das war unglaublich.“ Toppmöller sprach seinen Verdacht unmittelbar nach dem Spiel aus, „und dafür habe ich voll auf die Fresse gekriegt. Auch beim DFB wollte niemand hören, dass das manipuliert war. Mir wurde regelrecht gedroht, mich zurückzuhalten.“ Toppmöllers Verdacht bestätigte sich. „Und noch heute denke ich sehr oft daran“, sagt er: „Eine solche Enttäuschung geht nie wieder aus dem Kopf. Vor allem, weil ich das im deutschen Fußball nicht für möglich gehalten hatte.“