Wie Kühne den HSV vor neuem Wood-Vertrag erpresste

Mit seiner erneuten Generalabrechnung in einem Interview mit der „Sport Bild“ sorgte Klaus-Michael Kühne gestern mal wieder für ein schweres Beben im Volkspark. Der HSV-Investor kritisierte unter anderem die damalige Vertragsverlängerung mit einem Spieler, der dann floppte: „Bobby Wood wollte man damals unbedingt halten, und man hat an ihn geglaubt. Ich ehrlich gesagt auch. Dann hat man tief in die Tasche gegriffen, leider ging das, wie fast immer beim HSV, schief. Auch Bobby Wood hat versagt. Leider war beim HSV nie ein Manager da, der das Talent hatte, mit solchen Dingen erfolgreich umzugehen.“ Was Kühne offenbar vergessen hat: Er war es, der den damaligen Sportchef Jens Todt dazu drängte, mit Wood zu verlängern. Der Edel-Fan hatte den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er den Kauf von André Hahn (für sechs Millionen Euro aus Gladbach) nur dann finanzieren würde, wenn man zugleich Wood langfristig binde. Hahn war der Wunschspieler des damaligen Trainers Markus Gisdol.