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„Kann schnell nach hinten losgehen“: Trainer-Legende warnt HSV

Der Aufstieg nach sieben langen Jahren kam für die HSV-Fans einer Erlösung gleich. Dementsprechend riesig waren die Feierlichkeiten in der Stadt, nachdem es geschafft war. Das hat auch Thomas Doll mitbekommen. „Als ich kurz nach dem Aufstieg durch die Stadt gelaufen bin, habe ich gedacht: Hier ist eine Stimmung, als wenn der HSV gerade Meister oder Champions-League-Sieger geworden wäre“, erzählte der 59-Jährige der „Sport Bild“. „Sieben Jahre 2. Liga – das war einfach langweilig für Hamburg.“ Doll freut sich über den Aufstieg, warnt aber vor zu großer Euphorie, zumal der HSV „einige Spieler“ im Kader habe, „die nur die 2. Liga kennen. Von denen kann man nicht erwarten, dass sie jetzt noch einmal einen Riesensprung machen“. Dass die Mannschaft von Merlin Polzin das Überraschungsteam der Saison wird, glaubt Doll nicht. „Mal langsam. Mit diesem Gedanken darf sich niemand beim HSV befassen“, appelliert die Coach-Legende, die von Oktober 2004 bis Februar 2007 in 111 Hamburger Pflichtspielen an der Seitenlinie gestanden hatte. Damals war es sportlich eine andere, erfolgreichere Zeit. Heute rät Doll eindringlich von Übermut im Umfeld seines Ex-Vereins ab: „Das kann nämlich ganz schnell nach hinten losgehen.“