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Krisenstimmung in Düsseldorf: Ex-HSV-Coach Thioune wackelt

Wird das kommende Duell mit dem VfL Bochum für Daniel Thioune möglicherweise zum Endspiel um seinen Verbleib bei Fortuna Düsseldorf? Die Leistungen der Fortunen sind in dieser Saison zu schwankend und nach nur zwei Siegen aus sechs Spielen steht 51-Jährige mächtig in der Kritik. Am vergangenen Wochenende gab es eine herbe 0:3-Packung gegen den SV Darmstadt 98. „Ich muss mich beim Publikum entschuldigen, das hier 270 Minuten einiges ertragen musste“, gab Thioune nach dem Abpfiff am TV-Mikrofon den schwachen Auftritt seines Teams zu. „Eine Heimmannschaft, die in dieser Zeit kein Tor schießt – so etwas darf nicht passieren. Mit den einzelnen Pfiffen, die wir zu Recht abbekommen haben, sind wir noch gut bedient. Ich bin maximal enttäuscht.“

Bislang hatte er immer Rückendeckung von Sportvorstand Klaus Allofs bekommen. Doch auch von dieser Seite aus schwindet das Vertrauen allmählich. „Ich bin aber wirklich dagegen, zu sagen: Bei schlechten Spielen muss als Konsequenz der Trainer weg. Dennoch möchte ich klar sagen: Wir können den Trainer nicht ganz aus der Verantwortung nehmen. Er ist verantwortlich dafür, dass sich die Situation bessert“, formulierte es der 95-Boss deutlich. Es gebe in Bochum zwar „kein Endspiel“, aber „das, was wir dann sehen, gibt unsere weitere Handlungsweise vor und beeinflusst sie auch.“ Könnte heißen: verliert Düsseldorf erneut, könnte Daniel Thiounes Amtszeit in der Rhein-Metropole zu Ende sein.