Schiedsrichter? Weshalb HSV-Trainer Polzin „nicht zu viel Energie verschwenden“ will
Am vergangenen Wochenende kochte beim HSV nach dem verlorenen Aufsteiger-Duell gegen den 1. FC Köln eine Menge Fust hoch. Schiedsrichter Daniel Schlager hatte mit den Gelb-Roten Karten für Immanuel Pherai und Fábio Vieira das Spiel maßgeblich mit beeinflusst. Mit ein bisschen Abstand hat HSV-Coach Merlin Polzin mit dem Thema abgeschlossen. „Ich fange da ja bei mir, oder wir bei uns als Trainer, an, dass wir uns in dem Rahmen bewegen wollen, wo wir Dinge beeinflussen können. Das ist bei der Entscheidungsfindung des Schiedsrichters nicht der Fall. Deswegen wollen wir da auch nicht zu viel Energie reinverschwenden“, erklärte er am Donnerstagnachmittag. Und nimmt die Unparteiischen auch teilweise in Schutz. „Ich glaube, wenn man jetzt die unterschiedlichsten Karten oder Sperren, die wir in dieser Saison schon bekommen haben, dann ist Giorgi völlig zurecht gegen St. Pauli gesperrt worden, bzw. vom Platz gegangen.“ Den Portugiesen Vieira erwischte es in dieser Saison bereits zweimal. „Dann haben wir die Situation mit Fábio in Berlin, sehr unglücklich. Er zieht noch zurück und trifft den Gegenspieler nicht am Kopf. Das war vielleicht in den beiden Momenten ein Wahrnehmungsfehler.“
Vor dem Spiel gegen den BVB ist das aber auch abgehakt. „Die beiden Karten sprechen jetzt für sich, die haben wir zur Genüge diskutiert. Deswegen war es natürlich nochmal ein Thema innerhalb unserer Mannschaft und wie wir das Spiel angehen“, verrät Polzin. „Dass es nicht darum ging, einfache Gelbe Karten herzugeben, um sie dann in Momenten, wo wir sie dann brauchen, um vielleicht taktisch zu reagieren, oder Fouls zu nutzen, nicht vorbelastet sind. Natürlich geht es auch darum, bei uns zu bleiben. Ihr könnt euch sicher sein, dass Fábio und die Jungs da mit sich selber am kritischsten sind, um solche Situationen nicht nochmal zu erleben.“ Zu hoffen wäre es aus Sicht der meisten HSV-Fans mit Sicherheit.
