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Leih-Abbruch im Winter? So sieht Elversbergs Boss HSV-Juwel Stange

In der vergangenen Woche hatte die MOPO berichtet, dass der HSV die vertraglich fixierte Möglichkeit hätte, die Leihe von Sturmtalent Otto Stange zur SV Elversberg in diesem Winter vorzeitig zu beenden. Zumindest theoretisch. Ernsthaft in Betracht zieht man diesen Schritt im Volkspark derzeit nicht, auch wenn die eigenen Angreifer (Ransford Königsdörffer, Yussuf Poulsen, Robert Glatzel) mit verschiedenen Problemen zu kämpfen haben und die vergangenen Wochen auch für Stange nicht optimal verliefen. Nach vier Torbeteiligungen bei seinen ersten drei Jokereinsätzen für Elversberg war der 18-Jährige auf einmal weniger gefragt, kam in den vergangenen fünf Zweitligapartien dreimal gar nicht zum Einsatz. In der „Bild“ sprach nun Nils-Ole Book, der Sportvorstand der Elversberger, über Stanges Situation. „Er hat tolle Qualitäten und war bei seinen Einwechslungen schon sehr wertvoll“, so der 39-Jährige. „Aber seine Konkurrenten in der Offensive machen es aktuell sehr gut, wir sind erfolgreich, und auch daher ist er noch nicht zu so vielen Einsätzen gekommen, wie er sich wohl ausgerechnet hat. Das ist vielleicht für ihn etwas frustrierend.“ Stanges Problem: Im Angriff ist Zweitliga-Toptorjäger Younes Ebnoutalib gesetzt, die SVE überzeugt generell und steht nach 13 Spieltagen auf dem dritten Platz. Da ist es nicht leicht, sich in die Mannschaft zu spielen. „Für den dauerhaften Schritt in die erste Elf ist jetzt auch Geduld gefragt“, lautet Books Rat ans HSV-Talent. Der Plan beider Klubs ist es, die Leihe bis Saisonende durchzuziehen.

Und am Donnerstag gab es im Volkspark eine kleine Überraschung: Weil in Elversberg trainingsfrei war, nutzte Stange die Gelegenheit, um in seine Heimatstadt zu reisen und bei der HSV-Einheit zuzuschauen. Vom Trainerteam um Merlin Polzin und von den Hamburger Profis wurde der Torjäger herzlich begrüßt.