Bericht: HSV-Frauen führten umstrittene Trainingsmaßnahme ein
Eines der berühmtesten Beispiele für Maßnahmen dieser Art dürfte die TSG 1899 Hoffenheim sein, bei der sich unter anderem Ex-Profi Tim Wiese nach seiner Aussortierung in der heiß umstrittenen „Trainingsgruppe 2“ fit hielt. Laut „Sport Bild“ gibt es ein ähnliches Gebilde nun auch beim HSV. So soll Frauen-Trainerin Liése Brancão eine zweite Trainingsgruppe für bis zu fünf Spielerinnen gebildet haben, die in der jeweiligen Woche nur mit der U20 oder individuell statt mit dem Bundesliga-Team trainieren. Die Einteilung soll sich wöchentlich ändern können. Vor den überraschenden 4:0 gegen Hoffenheim soll es das erste Mal zu dieser Einteilung gekommen sein. Selbst Stammspielerinnen wie Emilia Hirche seien davor nicht sicher, wie das Magazin berichtet. Die 22-Jährige habe bereits aus disziplinarischen Gründen in der Gruppe trainiert.
Einhergehend mit dem anderen Training seien auch die Rahmenbedingungen. So sollen die entsprechenden Profi-Kickerinnen dem Bericht nach das Trainingsgelände erst nach 14 Uhr betreten dürfen, dann medizinische Termine vereinbaren, in Anspruch nehmen und am gemeinsamen Essen teilnehmen dürfen. Grund für die Aufteilung sei unter anderem, dass der Kader nach den sechs Wintertransfers mittlerweile 30 Spielerinnen umfasse. Zu viel, um die Qualität im Mannschaftstraining dauerhaft hochhalten zu können. Aber genau das benötigen die HSV-Frauen im Abstiegskampf eigentlich. Aus der Mannschaft soll es sogar Gedanken an einen Trainingsboykott gegeben haben. Es bleibt abzuwarten, ob Brancão diese Maßnahme dauerhaft aufrechterhält.
