Krisensitzung zur Trainerfrage: Das denkt Wolf über den Gipfel der Bosse

Bei seinem Besuch im NDR-Sportclub blickte Hannes Wolf noch einmal zurück auf das desaströse 0:3 gegen Ingolstadt. „Natürlich ist das ein bitterer Nachmittag gewesen, weil wir uns extrem viel vorgenommen hatten. Wir wollten eine gute Leistung zeigen, haben aber früh das erste Gegentor bekommen. Wir sind dann angerannt, bekommen das zweite Gegentor und dann wird es schwierig, dann wird die Stimmung explosiv“, sagte der HSV-Trainer, den es nicht zu stören schien, dass es im Anschluss eine Krisensitzung der Bosse gab, in der es um seine Person ging. „Dass sich nach dem Spiel alle Gedanken machen, ist doch normal. Es geht doch nur bedingt um mich, es geht um den Klub und ums Team. Das sind mit Ralf Becker, mit Bernd Hoffmann, mit Michael Mutzel sehr vertrauensvolle, auch sehr gute Gespräche. Es geht dabei ja immer um die Sache. Dass da geredet wird, finde ich normal. Das ist trotzdem fast vertrauensvoll und nachher kam die Nachricht: Weiter geht’s!“ Am Morgen trat Wolf also wieder vor seine Spieler. Er gibt die Devise aus: „Natürlich sind die alle angefasst, aber wir müssen natürlich ein bisschen aufpassen. Wir haben noch zwei Spiele. Wir können nicht zurückschauen. Wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir mindestens Dritter. Natürlich sind heute alle Jungs traurig, aber nach dem freien Tag morgen geht der Blick nach vorne. Wir haben immer noch die Konstellation, dass wir unsere Ziele erreichen können. Der Fußball macht in die eine Richtung verrückte Sachen; das Derby ist sieben Wochen her, das Pokalspiel in Paderborn ist viereinhalb Wochen her. In dem Moment war alles okay und genauso kann es ja auch wieder in die Richtung gehen. Da geht unsere Kraft rein.“