Es ist Zeit für die tägliche Dosis Mut: Der HSV kann immer noch aus eigener Kraft aufsteigen! Gewinnt die Mannschaft nächste Woche in Paderborn (und dort feierte man ja kürzlich erst im Pokal einen 2:0-Erfolg), dann steht sie vor dem Saisonfinale gegen Duisburg mindestens auf Platz drei. Dafür sollte aus dem Spiel heraus aber endlich mehr klappen: In den letzten sieben Zweitliga-Partien erzielte der HSV nur einen Treffer, der nicht aus einer Standardsituation resultierte.
Das Rezept gegen den HSV ist einfach: Derzeit reicht es, wenn man sich als Gast im Volksparkstadion hinten reinstellt und auf die Fehler des HSV wartet – siehe Léo Lacroix vor dem 0:1, siehe Josha Vagnoman vor dem 0:2. Lacroix gewann sonst fast jeden Zweikampf, hatte mit + 79 Prozent die beste Quote aller Hamburger – aber das entscheidende Duell vor dem 0:1 verlor er.
Der HSV-Sturm war nur ein laues Lüftchen: Gegen Ingolstadt verbuchten die Gastgeber zwar 18:9 Torschüsse, darunter waren allerdings elf meist harmlose Weitschüsse. Wirklich viel zu tun hatte Philipp Tschauner im Ingolstädter Kasten nicht. Nur drei Bälle kamen auf das Tor des Ex-St. Paulianers. Aus all dem Ballbesitz (zwei Drittel Spielanteile) machte der HSV viel zu wenig.
Mit dem 0:3 gegen Ingolstadt hat der HSV auch seinen letzten kleinen Zweitliga-Nimbus eingebüßt: Als einziges Team der Liga hatten die Hamburger in dieser Saison bisher nie zwei Spiele in Folge verloren – das ist nun Geschichte. Nur zur Nummer eins in der Stadt reicht die Statistik noch: Der HSV kassierte die siebte Pleite in der Rückrunde, nur eine Mannschaft hat in der Rückserie öfter verloren – der FC St. Pauli mit acht Niederlagen.